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KLIMA-MEER-RECHT

Dr. Arnd Bernaerts

Betr.: Christian Schwägerl über „Klimaäpfel und Kohlendioxidbirnen“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 5 April 2007, Seite 8.

5. April 2007

Verehrter Site-Besucher,

Recht hat FAZ-Journalist Christian Schwägerl, wenn der darlegt, daß „der Feldzug gegen den ‚Klimaschwindel’ offenbart nicht zu Ende gedachte Gegentheorien“. Ergänzen kann man, daß es unsinnig ist die Glaubenssätze des IPCC zum Kohlendioxid zu hinterfragen. Damit ist dem Klimarat der seine Bestandsaufnahme 2007 auf die Mitwirkung von 2500 Forschern und 450 Hauptautoren stützt nicht beikommen. Nicht Gegentheroien werden die Schwächen des IPCC offenlegen, sondern Beobachtungen und Thesen wie diese web-site mit Material seit 1992 sie ausführlich darlegt. Drei Ansatzpunkte werden kurz dargestellt.

Die Erwärmung der Arktis ab Winter 1918/19

Es ist schon fast tragisch zu nennen, das nach fast einem Jahrhundert die Wissenschaft, diese Phänomen am Ende des 1. Weltkrieges nicht geklärt hat, obwohl es als eines der ‚rätselhaftesten’ Klimafragen des 20. Jahrhunderts anerkannt wird (FN 1). In einer Dekade stiegen die Wintertemperaturen um mehr als 10ºC (siehe Graphik). Die in den Referenzbüchern (siehe unten) vertretene These des Seekriegeffekt auf das Klima, bring diese ‚rätselhafte’ Erwärmung in Zusammenhang mit den Auswirkungen des 1. Weltkrieges auf die Seegebiete um Spitzbergen herum. Weiteres dazu im letzten Web-Brief vom 28. Februar 2007 (im Archiv)

Arktische Kriegswinter 1939/40 bis 1941/42

Solange die Klimaforschung die Frage nach dem Warum der arktischen Winter in der ersten drei Kriegsjahren des 2. Weltkrieges nicht beantworten kann, steht die Kompetenz des IPCC auf sehr schwachen Säulen. Plötzlich brechen die kältesten Winter seit 100 Jahren über Nordeuropa herein  (siehe die Graphik von Groissmeyer aus dem Jahr 1944) und die Wissenschaft interessiert sich nicht einmal dafür.

Was ist Klima? – Es fehlt eine sinnvolle Definition.

Zunächst sein auf  die zwei ‚Die Welt’ Artikel aus dem Jahr 1994 (links), oder NATURE 1992 (rechts), verwiesen. Es kann doch nicht angehen, das der IPCC die Welt in Klimahysterie versetzt und nicht einmal ‚Klima’ sinnvoll definierten kann (FN 2). Einer der Gründe dafür könnte der Mentor der kanadischen Klimaforschung, der 2002 verstorbene Prof. F. Kennet Hare, während einer Banquete Rede dargelegt haben, die hier ohne jeglichen Kommentar, wie veröffentlicht (FN3), zitiert wird:

“This is obviously the decade in which climate is coming into its own. You hardly heard the word professionally in the 1940s. It was a layman's word. Climatologists were the halt and the lame. And as for the climatologists in public service, in the British service you actually, had to be medically disabled in order to get into the climatological division! Climatology was a menial occupation that came on the pecking scale somewhat below the advertising profession. It was clearly not the age of climate”.

Gibt das Anlaß sich zu wundern? Besser nicht! Dennoch kann man auf den FAZ Artikel von Herrn Schwägerl deutlich antworten: die IPCC-Thesen sind bislang  auch nur von Glaubensätzen getragene Theorien. Mit Gruß

Arnd Bernaerts

FN 1: one of the most puzzling climate anomalies of the 20th century”, so: [1] Lennart Bengtsson, Vladimir A. Semenov, Ola M. Johannessen, The Early Twentieth-Century Warming in the Arctic—A Possible Mechanism, Journal of Climate, October 2004, page 4045-4057.  FN 2: Dazu wird ausführlich in diversen Aufsätzen seit 1992,  alle zugänglich über diese web-site, Stellung genommen. FN 3: F. Kenneth Hare, The Vaulting of Intellectual Barriers: The Madison Thrust in Climatology; Bulletin American Meteorological Society; Vol. 60, No.10, October 1979, Pages 1171 – 1174.